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Tipps / Infos

Kanada 2001

In der Rubrik Tipps möchten wir Ratschläge geben, die uns wichtig erscheinen um eine unbeschwerte Reise nach Kanada zu machen. Diese Angaben beruhen auf eigene Erfahrung und müssen keine allgemeine Gültigkeit haben. (Stand Juli 2001)

Route:
Unsere Reiseroute in Kanada. 14 Tage, Total 2690 Km. Fazit. Zuwenig Zeit. Für diese Reiseroute würde ich 21 Tage vorschlagen. So hätte man noch mehr Zeit gehabt Kanada und die National Parks besser kennenzulernen.

Sonntag 24.6
Montag 25.6
Dienstag 26.6
Mittwoch 27.6
Donnerstag 28.6
Freitag 29.6
Samstag 30.6
Sonntag 31.6
Montag 01.7
Dienstag 02.7
Mittwoch 03.7
Donnerstag 04.7
Freitag 05.7
Samstag 06.7
Sonntag 07.7
Montag 08.7
Dienstag 09.7
.
Zürich - Calgary
Calgary - Waterton Lakes
Waterton Lakes
Waterton Lakes - Fairmont
Fairmont - Johnston (Banff N.P.)
Johnston - Waterfowl Campground
Waterfowl - Jasper (Jasper N.P)
Jasper - Alpland (Mt. Robson Park)
Alpland - Clearwater (Wells Gray)
Clearwater - Falkland (Okanagan Vally)
Falkland - Glacier National Park
Glacier National Park
Glacier National Park - Yoho National Park
Yoho National Park - Canmore
Canmore - Calgary
Calgary
Calgary - Vancouver - Zürich
Total
Flug mit Balair
313 Km
74 Km
352 Km
194 Km
127 Km
200 Km
154 Km
294 Km
274 Km
264 Km
0 Km
177 Km
155 Km
113 Km
Unfreiwilliger Aufenthalt in Calgary (Flugzeugdefekt).
Flug mit Balair
2690 Km


karte
Rot = Uebernachtungen

Start in Calgary dann weiter südlich nach Waterton Lakes, Canbrook, Lake Lousie, Jasper, Clearwater, Kamloops und wieder zurück nach Lake Lousie, Banff und Calgery
(Eine sogenannte 8)

Reisen:
wohnmobil Den Zeitpunkt für unsere Reise (Ende Juni, Anfang Juli) haben wir als ideal empfunden. Vielerorts waren die Campingplätze noch nicht so voll und wir hatten eigentlich nie Probleme einen Platz zu finden. Das einzige mal wo wir grössere Probleme hatten war in Jasper. Dummerweise war es Wochenende und auch der Kanada-Day (1. Juli) war da massgebend beteiligt. Das Wetter war auch meistens gut. Ab und zu hat es mal geregnet vorallem im Waterton Lakes und auf der Fahrt nach Fairmont. Die Temperaturen waren auch angenehm. So hatten wir einmal im Waterfowl Campground (Banff N.P.) am Morgen 2 Grad. Im Gegenzug zeigte das Thermometer in Falkland (Okanagan Vally) 35 Grad an. Da dieses Jahr in Kanada kein so strenger Winter herrschte, hatten wir auch keine Probeme mit Schnee. Anfangs Juni muss aber in den Nationalparks wie auch auf dem Icefield Parkway mit Schnee gerechnet werden, geht doch die schönste kanadische Bergstrecke auf über 2000 Meter über Meer hinauf. Um Kanada zu bereisen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt geführte Reisen, man kann ein Auto mieten und in Motels oder Hotels übernachten, oder man kann, wie in unserem Fall, ein Motorhome (Camper) mieten. Es kommt natürlich immer auf die Bedürfnisse der Person darauf an. Ein Motorhome zu mieten finde ich, ist die einfachste Art, Kanada zu bereisen. Klar, ist ein Motorhome nicht so komfortabel wie ein Motelzimmer, aber dafür kann in Gegenden übernachtet werden wo ansonsten die Möglichkeit mit einem Motel nicht bestehen würde. Es gibt wie gesagt etliche Vorteil und Nachteile.

Folgende Bücher (Reiseführer) können wir empfehlen
- Canadas grosser Westen mit Alaska (Verlag: Reise Know-How) sehr gut
- West Kanada, Der Rote Faden (Verlag: Vista Point Pocket)
- Kanada British Columbia (Verlag: Dumont)

Motorhome:
wohnmobil-innen
Wie schon erwähnt haben wir uns für ein Motorhome entschlossen. Diese Campingmobile sind mit allem Komfort ausgerüstet, was so gebraucht wird. Je nach Kategorie gibt es Dusche, WC, Gasherd, Microwelle, Kühlschrank mit Gefrierfach, Heizung, Warmwasser, Klimaanlage usw. Unser Motorhome war zum Beispiel 7 m Lang, 2.60 m Breit und 3.60 m Hoch. Genügend Platz für 2 Personen. (Heute würde ich zu zweit nur noch ein Van-Camper mieten. siehe Kanada 2003)

wohnmobil-innen2 Das fahren ist auch keine hexerei. Die Strassen sind sowieso breiter als in Europa. Aufgepasst werden muss ab und zu in den Campingplätzen, da kann es doch schnell mal eng werden. 2.60m sind doch eine anständige Breite. Wer normal fährt, höchstens ca. 80 km/h, kann mit einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von ca. 20 L/100 km rechnen. Wer schneller fahren will, wird es schnell merken.

Die Frischwassertanks und Abwassertanks (WC, Dusche) halten etwas 2-3 Tage. Danach müssen sie entleert bzw. aufgefüllt werden. Die sogenannten Tankstationen (Dumpstation) gibt es auf Campingplätze und zum Teil in den National Parks.

Camping:
In Kanada gibt es unzählige Campingplätze. Wenn Sie mit einem Motorhome genügend früh anreisen, können Sie die Plätze je nach Standard auswählen. Es gibt einfach Plätze, da können Sie das Motorhome einfach abstellen, es gibt Plätze da haben Sie Wasseranschluss, es gibt Plätze mit Elektroanschluss, es gibt Plätze da haben Sie beides und es gibt Stellplätze, da können Sie sogar ihr Abwasser direkt entsorgen. Das alles hat natürlich seinen Preis. 7- 27 C$ pro Platz muss gerechnet werden je nach Variante. Fast jeder Stellplatz hat eine Gartenbank und eine Feuerstelle. In den Monaten Juli, August ist es ratsam in den grossen und berühmten National Parks die Campingplätze zu reservieren, wenn das geht. Nicht alle nehmen Reservationen entgegen. Hier geht es nach dem Prinzip, first come - first-servet basis only. Viele haben sogar Self Registration. Also nicht zu spät am Etappenziel ankommen.

Sollte einmal kein Campingplatz mehr zu haben sein, kann natürlich auch frei campiert werden. In den National Parks wird das nicht gerne gesehen. Vieler Orts ist es sogar verboten.

Ich habe mir erlaubt die Campingplätze, die wir besucht haben, zu bewerten.

XXXXXX = weiterfahren
XXXXXX = schlecht - genügend
XXXXXX = genügend - gut
XXXXXX = gut - empfehlenswert
XXXXXX = empfehlenswert
XXXXXX = sehr empfehlenswert, ein Umweg lohnt sich

Tiere:
Eines vorweg. Tiere dürfen in den Nationalparks nicht gefüttert werden. Manche Tiere kommen erstaunlich nahe an die Menschen heran. Zum Beispiel die Wapiti Hirsche im Banff National Park waren keine 10 Meter entfernt. Das Interessante in Kanada sind aber die Bären. Obwohl Wanderwege sicher sein sollen, kann es doch vorkommen das Bären dort unterwegs sind. Nun, wir haben auf unseren Wanderungen einmal ein Schwarzbär gesehen. Der hat aber schnell das weite gesucht. Ein paar Schwarzbären haben wir aus dem Auto beobachten können. Uns wurde gesagt, das Schwarzbären "nicht gefährlich" sind (ich möchte trotzdem keinem begegnen). Wichtig ist einfach, die Schwarzbären müssen Sie hören können wenn sie unterwegs sind. Nichts ist gefährlicher als ein Bär der überrascht wird. Daher sollten auf Wanderungen immer ein Glöckchen oder eine Bärenpfeife dabei sein. Dummerweise funktioniert das bei Grizzly Bären nicht. Wenn Sie so einem Tier begegnen, können sie nur hoffen, er hat sie erstens nicht gesehen, oder zweitens er hat keinen Hunger. Ansonsten kann das erheblich ungemütlich werden. Einem Grizzly Bär davonzulaufen ist reine Zeitverschwendung. Ins Wasser zu springen ist auch nicht ratsam. Bären können gut schwimmen. Auf Bäume zu klettern? Na ja, Grizzly Bären können auch klettern. Die einzige Möglichkeit, so wurde es uns gesagt oder man hat es auch überall lesen können, ist es, sich tot zu stellen. Zugegeben dazu brauchte es eine Menge Mut, aber es ist die einzige Chance zu überleben.

Geld:
Kanada ist kein billiges Land. Was mich überrascht hat, ist wie teuer die Lebensmittel sind. Vorallem in den Nationalparks um Banff und Jasper sind die Preise oberes Niveau. Benzin ist billig ca. 80 Rp/pro Liter. Essen im Restaurant ist etwa gleich Teuer wie in Schweiz. Hotel und Motel sind, auch in der Umgebung der Nationalpars, obere Preisklasse. Souvenirs wie Shirts, Pullover, Jacken usw. sind ziemlich teuer. Abseits der Touristenströme sind die Preise um einiges billiger. Es lohnt sich manchmal ein Stück weiter zu fahren. In jedem Kanadischen Nationalpark muss Eintritt bezahlt werden (ca 5-8 C$ pro Park und Tag). Wer viele National Parks besuchen möchte sollte den Park Pass Kaufen. Er kostet ca. 35 C$ pro Person und ist ein Jahr gültig.

Kanadisches Geld sollte nicht unbedingt in der Schweiz gewechselt werden. Sehr zu empfehlen sind kanadische Traveller Cheques. Die können überall eingelöst werden. Ist wie Bargeld. (Manchmal wird nach dem Pass gefragt). Banken haben wie so gut wie keine gesehen. Eine Kreditkarte ist dagegen ein absolutes muss. Ohne Kreditkarte ist es unmöglich ein Auto zu mieten. Alle gängige Kreditkarten werden in Kanada angenommen.

Links:
Ein paar Links die Hilfreich sein können bei der Planung eines Kanada Urlaubes.


Alberta
British Columbia Travel
British Columbia Parks
Der Strassenzustand in British Columbia
Wetter Office
Kanadas National Parks
Kanadas Rockys

 

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