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  • Südafrika, Makutsi Safari Camp

Südafrika

Im Sommer 2018, Ende August Anfangs September, waren wir zwei Wochen auf der Makutsi Safari Lodge in Südafrika.
Über unseren Aufenthalt habe ich eine 6-teilige YouTube Serie gemacht.



http://www.makutsi.ch
http://www.makutsi.de

Ein kurzer Zusammenschnitt unserer Safari Tour in Südafrika

https://youtu.be/rU-4RiQYbe8
 
Webisode 01: Anreise

https://youtu.be/LWOTg5J39E0

Unsere Anreise von Zürich über Johannesburg und anschliessend mit dem Inlandflug nach Hoedspruit verlief ohne Probleme. Der kleine Militärflugplatz in Hoedspruit wurde gleich an seine Kapazitätsgrenze gebracht, ein Flug aus Kapstadt, ein Flug aus Johannesburg, Durcheinander vorprogrammiert. Von hier aus werden die meisten Gäste auf die umliegenden Safari Lodges gebracht, auch wir wurden abgeholt. Die Fahrt zur Makutsi Safari Lodge dauert ca. 70 Minuten. Dort angekommen, wurden wir sogleich in die Gegebenheiten der Lodge eingeweiht, zum Beispiel darf man sich nur von 7:30 Uhr bis um 17:30 Uhr frei bewegen, in der anderen Zeit ist es ausserhalb der Gebäuden nicht erlaubt umherzulaufen, viel zu gefährlich, die Lodge ist nicht eingezäunt und es hat überall wilde Tiere, Löwen, Elefanten, Leoparden, Büffel usw.
Zum Abendessen, das alle gemeinsam um 19 Uhr einnehmen, muss man sich bis spätestens um 17:30 Uhr in die Lounge/Bar begeben, ansonsten wird man um ca. 18:30 Uhr per Taxi am Bungalow abgeholt.

Webisode 02: Ausflug zum Blyde Canyon

https://youtu.be/Db9DT64KKfg

Der Ausflug zum Blyde River Canyon ist ein Tagestrip mit ca. 90 Minuten Anfahrt. Mit einem Kleinbus bringt uns der Fahrer, der zugleich auch Tourguide ist, zu unserem ersten Stop den Bourke’s Luck Potholes, wo der Canyon beginnt. Hier haben wir eine Stunde Zeit uns die Gegend anzuschauen. Anschliessend fahren wir weiter zum Lowveld View, der erste richtige Aussichtspunkt, von dem wir einen schönen Blick auf den 800m tieferliegenden Blyde River haben. Leider ist die Sicht wegen Dunst nicht sehr gut. Der letzte Aussichtspunkt ist der bekannteste, Three Rondavels. Für den Zutritt muss Eintritt bezahlt werden, was aber bei uns im Preis inbegriffen ist. Die Aussicht ist spektakulär, leider vom Wetter her ebenfalls sehr dunstig, somit keine gute Fernsicht. Mittagessen wird im Kadisi Restaurant serviert, Buffet, gut und günstig, muss selber bezahlt werden.
http://www.foreverblydecanyon.co.za/

Webisode 03: 3 Tage Zeltcamp

https://youtu.be/OuMvsX7b3VU

Als Zusatzangebot kann man ein 3-tägiges Zeltcamp dazubuchen. Das Camp liegt im Norden des Reservats auf einer felsigen Hügelkette mit schönen Blick auf ein Wasserloch, an dem etliche Tiere zu beobachten sind. Maximum 8 Gäste können sich dort aufhalten, Mindestalter 16 Jahre. Wir hatten gesamthaft 4 Fusssafaris. Am Ankunftstag am späteren Nachmittag, am zweiten Tag, morgens und abends bis zu Dämmerung und am dritten und letzten Tag nochmals am Morgen. Die Wanderungen in unwegsamen Gelände sollte man nicht unterschätzen. Sie dauern zwischen 3 und 4 Stunden, man sollte also gut zu Fuss sein. Begleitet wird man von einen erfahrenen bewaffneten Wildnisguide (wir waren mit Rob unterwegs). Die Gegend ist nicht ungefährlich, so sind etliche Nashörner, Giraffen, Krokodile und Geparden unterwegs. In diesem Reservat, das laut Makutsi ca. 3000ha gross ist, gibt es keine Elefanten, keine Büffel und auch keine Löwen. Die Unterbringung in dem Zeltbungalow ist sehr komfortabel, es fehlt einem an nichts. Gegessen wird im Haupthaus, es gibt Morgen-, Mittag- und Abendessen.
Auf den Fusssafaris ist grosse Disziplin gefordert. Man läuft hintereinander, immer in der Spur des anderen, wobei man den Vordermann nicht aus den Augen verlieren darf. Sprechen ist tabu, um die Tiere nicht zu verscheuchen und den Anweisungen des Guides sofort Folge leisten zu können. Es ist eine tolle Erfahrung so unterwegs zu sein und nie zu wissen, was einem hinter der nächsten Biegung erwartet. Bei uns war es einmal eine Gruppe von drei Nashörnern, die uns den Weg abschnitten. Während der Guide mit dem Gewehr im Anschlag die Situation unter Kontrolle behielt, mussten wir langsam rückwärtslaufen. Unterwegs wird immer mal wieder angehalten und der Guide erklärt viel Wissenswertes von Pflanzen, Tieren und Kultur.


Webisode 04: Safari Morgendämmerung

https://youtu.be/wtWI15PhEaw

In unserem Pauschalangebot waren 5 Safaris vorgesehen, 2 in der Morgendämmerung, weitere zwei am späteren Nachmittag (beide heissen Rhino) und eine längerer kombinierte Nachmittags – und Abendtour (Simba). Alle Safaris werden im offenen Jeep durchgeführt.

Die Morgensafari startet um 06:00 Uhr und dauert 3 Stunden. Da es um diese Zeit nicht erlaubt ist das Bungalow zu verlassen, ist in der Dunkelheit zu gefährlich, wird man direkt vor der «Haustüre» abgeholt. Wir waren Anfang September auf der Makutsi Lodge, also im Südafrikanischen Winter. Die Nächte sind relativ kühl, warme Kleidung, auch Handschuhe und Mütze, gehören da zur Grundausstattung. Sobald die Sonne aber da ist, wird es schnell mal angenehm warm. Auf der Morgentour, wie auch auf den anderen Safaris, sind immer mehrere Fahrzeuge unterwegs, alle sind untereinander mit Funk verbunden, das heisst, sobald ein «interessantes» Tier gesichtet wird, meistens handelt sich dabei um eines der Big Fives, wird das sofort über Funk kommuniziert. Da es sich um wilde Tiere handelt, gibt es natürlich nie eine Garantie, die Big Fives auch zu sehen. Büffel sind am ehesten zu finden und auch die Nashörner laufen einem schnell mal über den Weg. Auch bei den Elefanten hat man gute Chancen sie vor die Linse zu kriegen. Anders bei den Löwen, da wird es schon schwieriger, und bei Leoparden braucht es viel Glück. Bei unserer ersten Morgensafari, lief uns gleich die Löwen über den Weg. Ansonsten war nicht viel los, auch auf der zweiten Morgensafari, waren keine Elefanten und keine Leoparden zu sehen.

Neben den Jeepsafaris hat man noch die Möglichkeit, jeweils für eine Stunde zum Hippo Hide zu fahren, einer Aussichtsplattform neben einem Wasserloch. Der Hide ist nur wenige Meter ausserhalb des Camps und doch ist es nicht erlaubt dorthin zu laufen. Stündlich bringt der Jeep max. 7 Personen dorthin, bzw. holt sie wieder ab.
Webisode 04 ist ein zusammenschnitt zweier Morgensafaris und ein paar Aufnahmen vom Hippo Hide.


Webisode 05: 2 Tage Kruger Nationalpark

https://youtu.be/kLzY8dU7sO0

Die Makutsi Safari Lodge bietet einen Tagesausflug in den Kruger Nationalpark an. Wer den Kruger 2 Tage besichtigen will, also mit einer Übernachtung im Park, muss dies bei der Reisebuchung anmelden. Diese Tour wird nur durchgeführt, wenn mindestens 4 Personen gebucht haben. Wir haben erst einen Monat vor Reiseantritt erfahren, dass wir die Tour machen konnten.
Der Nationalpark liegt ca. 3 Fahrstunden entfernt. Inkl. Guide machten wir uns zu sechst an diesem frühen Morgen mit einem Kleinbus auf den Weg (05:00 Uhr).

Der Kruger ist mit knapp 20'000 qkm das grösste Wildschutzgebiet Südafrikas und ist fast komplett eingezäunt. In zwei Tage sieht man natürlich nicht sehr viel von diesem riesigen Park, in den man auch mit seinem Privat- oder Mietauto hineinfahren darf.
Unsere zwei Tagestour führt in den südlichen Teil. Eingangs-Gate war Orpen. Von da aus sind wir dann nördlich auf der Timbavati Road Richtung Olifants gefahren. Dazwischen gab’s Frühstück beim Timbavati Picknickplatz. Das Auto darf man nur an ausgewiesenen Stellen verlassen, ansonsten ist es strikt verboten. Es wäre viel zu gefährlich. Wie auch im Makutsi Reservat sind hier die Big Fives am schwierigsten zu finden. Dafür sehen wir zum ersten Mal Zebras, Gnus und Hyänen, alles Tiere, die es im Makutsi Reservat nicht gibt. Übernachtet wird im Olifants Camp, das auf einer Art Hochplateau liegt, von dem aus man runter in die weite Ebene sehen kann. Ein Fluss schlängelt sich durch diese Ebene und ständig tauchen irgendwo wieder Tiere auf, die dort ihren Durst stillen wollen. Man könnte ewig stehen und schauen, so eine Art Freiluftkino. Alle Camps im Nationalpark sind bewacht, eingezäunt und werden über Nacht geschlossen. Man muss also bis um ca. 18 Uhr ein Camp erreicht haben oder den Park verlassen. Das Befahren der Strassen nachts ist verboten. Gegen 6 Uhr morgens werden die Gates für die Touristen wieder geöffnet. Am zweiten Tag fahren wir weiter Richtung Süden über Gudzani nach N’wanets, wo es Frühstück auf einem Picknickplatz gibt. Wiederum sehen wir grosse Herden von Gnus und Zebras. Auch Elefanten, Büffel und natürlich die Löwen sind uns über den Weg gelaufen. Anders als auf der Makutsi Lodge, sind die Tiere hier im Park viel weiter entfernt. Zum Fotografieren oder zum Filmen braucht es da schon eine ruhige Hand. Gegen 15 Uhr verlassen wir den Kruger Nationalpark wieder. Ein sehr gelungener Ausflug, der eigentlich viel zu kurz war.


Webisode 06: Safari Abenddämmerung

https://youtu.be/9kDy0eXqofs

Dieser Kurzfilm ist ein Zusammenschnitt von zwei Nachmittags-Safaris (Rhino) und einer kombinierte Nachmittags-Abendsafari (Simba).

Alle Touren werden im offenen Jeep durchgeführt. Die Safaris dauern 3 Stunden von 15 bis 18 Uhr. Die Simba Safari dauert 5 Stunden und endet um 20 Uhr. Bei dieser Safari wird unterwegs um ca. 18 Uhr ein Imbiss serviert. Ansonsten darf man während der gesamten Zeit den Jeep nicht verlassen. Also auch nicht aufs WC…
Bei diesen Safaris hatten wir mehr Glück. Zum ersten Mal sahen wir die Elefanten, einmal sogar nur wenige Meter vom Jeep entfernt, sehr eindrücklich. Per Zufall fanden wir in der Dunkelheit schlafenden Löwen, eine kleine Familie, die sich vom Scheinwerfer des Jeeps und auch von der Taschenlampe des Guides nicht beeindrucken lies. Wir waren sehr nahe dran. Das Highlight aber kam bei unserer letzten Nachmittagstour: Die Begegnung mit dem Leoparden. Diese Tiere sind sehr schwer zu finden und wenn man dann noch so nahe rankommt, ist das schon speziell. Normalerweise kann man solche Tiere nur aus der Distanz beobachten, hier waren wir keine 5 Meter entfernt.

Nach den Nachmittags- und Abendsafaris ist es anschliessend nicht mehr möglich vor dem Nachtessen um 19 Uhr ins Bungalow zurückzukehren. Das Essen wird gemeinsam eingenommen und wird per Trommelschlag um 19 Uhr eingeläutet. Es gibt ein 3-Gang Menu. Bei der Simba Safari wird das Nachtessen um 20 Uhr serviert.
Nach dem Essen wird man per Buschtaxi wieder zurück zu seinem Bungalow gefahren. Es ist nicht erlaubt ins Bungalow zurückzulaufen auch wenn es nur 100 Meter entfernt ist.

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