Reiseberichte, Mountainbiken und Videofilmen

Durch’s Fjordland: Im Tal der fallenden Wasser

Montag, 25. März 2013
Mossburn – Milford Sound , Kilometer 184

Bevor wir unsere Farm verlassen gestatten wir den Tieren nochmals einen Besuch ab. Schliesslich kann man nicht alle Tage Schafe und Alpakas streicheln. Gemäss dem Farmer rentiert sich die Schafzucht nicht mehr, weil die Wolle immer weniger einbringt. Viele wären auf Milchvieh umgestiegen. Warum der Liter Milch hier dann teuer als in der Schweiz ist, fragen wir: er meint, das Meiste verdienten die Supermärkte dran und die wären fast alle in australischer Hand.

Einen ersten Stopp machten wir in Te Anau, dem Eingangstor zum Fjordland Nationalpark. Im Info Center besorgen wir Wanderkarten und buchen für morgen schon mal eine Schifffahrt auf dem Milford Sound. Wir haben Glück, die Strasse dorthin, die gestern noch wegen zu starkem Regen und vermutlich drohenden Hangrutsch gesperrt war, ist heute wieder offen. Zwar fahren wir den ganzen Tag unter grauem Himmel und oft regnet es, aber für morgen ist die Prognose besser. Überhaupt ist die Geschwindigkeit mit der in Neuseeland das Wetter wechselt erstaunlich: wir hatten heute mehrmals Temperaturschwankungen von 8 Grad innerhalb von 20 Minuten, vom Wechsel Regen-Trocken-Regen ganz zu schweigen. Dafür gab's in der Ferne auch ein paar Mal Regenbogen. Was der viele Regen, der hier niedergeht bewirkt, konnten wir auf einer unserer Wanderungen zum Lake Gunn sehen: der ganze Wald ist so stark vermoost, dass man das Gefühl hat, jemand hätte alles mit grünen Samt ausgekleidet. Und das Moos hier ist viel viel dicker als wir es von der Schweiz her kennen. Drückt man es aus, tropft es heraus wie aus einem Schwamm.

Beim Parkplatz The Chasm (schöner Spaziergang zum Wasserfall) sehen wir zum ersten Mal die in dieser Gegend typischen Papageien, die frechen Keas. Die letzte knappe Fahrstunde bis zum Sound führt durch Fjordlandschaft mit steilen Hängen an denen unzählige Wasserfälle hinabstürzen. Nach dem berühmten fast unbeleuchteten Homer-Tunnel, durch den der Verkehr mittels Ampel abwechselnd einspurig geführt wird, geht es steil abwärts bis zum Fjord hinunter. Milford Sound ist eigentlich kein Ort: hier gibt es ein Terminal von dem die Ausflugsschiffe aus starten mit grossem Parkplatz, einen kleine Flugplatz, ein Cafe/Restaurant, zwei Lodges. Das ist auch schon alles. Wir entschliessen uns den Camper für die Nacht auf dem Parkplatz stehen zu lassen, grosse andere Möglichkeiten gibt es nicht. Nicht gerade heimelig, aber zweckmässig, da wir morgen zuerst mit dem Schiff rausfahren werden.

Temperatur bis 17 Grad

Mit dem Schiff durch den Milford Sound
In der Stadt der Adrenalien-Freaks

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