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9. Tag

Denali Nationalpark - Palmer

9tag
Datum:
2. Juli 2003, Mittwoch
Fahrstrecke:
359 Kilometer
Campingplatz:
Matanuska River Park
Bewertung:
XXXXXX


Einfacher Platz, heruntergekommen, nicht sehr sauber, Feuerstelle, Duschen!!, unser billigster Platz in Alaska. 10 US$


Bericht:

Schon gestern Abend konnte man erkennen, dass sich das Wetter ändern wird. Nun, als wir an diesem Morgen aufstanden war es bereits am regnen. Wir haben dann unsere Sachen zusammengepackt und sind anschliessend noch ins Denali Park Dorf gefahren, um ein paar Souveniers zu ergattern. Da im Dorf wegen den Baustellen ein richtiges Chaos herrschte, waren auch kaum Parkplätze zu finden. Der Regen weichte alles auf und die wenigen benützbaren Strasse waren voll mit Schlamm und Dreck. Auch die wenigen Souvenierläden, die etwas anzubieten hatten, machten nicht den Eindruck als wollten sie, angesichts des miesen Wetters, etwas verkaufen.

DSCF2837 PICT1486 Kurz nach 10 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Anchorage. Der Parks Highway schlängelt sich durch eine beeindruckende Landschaft, die bei schönen Wetter wahrscheinlich noch imposanter ist. Es regnete und regnete. Zum Teil derart stark, dass man kaum was sah. Die Wolken hingen so tief, dass die Berge links und rechts kaum zu sehen waren.

In Cantwell (km 244.5 ab Fairbanks) zweigte der Denali Highway links ab. Der 218 Kilometer lange Highway Richtung Paxton am Richardson Highway, war früher die einzige Verbindung zum Denali Nationalpark. Heute nach der Fertigstellung des Park Highways hat die überwiegend rauhe Strasse an Bedeutung verloren. 184 Kilometer der 218 sind geschottert und wer diesen Highway befahren möchte, sollte vorallem Zeit mitbringen. Nicht nur um sein Fahrzeug zu schonen sondern auch um die wunderbare Landschaft zu geniessen.

DSCF2841 PICT1491 Nach 275 Kilometer und über 3 1/2 Stunden Fahrt erreichten wir kurz vor Willow die Abzweigung zum Hatcher Pass (Km 467.9 ab Fairbanks). Die Hatcher Pass Road oder auch Fishhook-Willow Road genannt, ist eine interessante Alternative zur Umgehung der Hauptstrasse. Die 80 Kilometer lange, überwiegend geschotterte Passstrasse in mässiger Qualität, führt einem in engen Serpentinen aus dem Tal in die baumlose Gegend vom Hatcher Pass (1184m) hinauf. Die Strasse ist definitiv nicht geeignet für Motorhomes. Die Kurven sind zum Teil derart eng, dass ein Vorwärtskommen nicht möglich wäre. Wir mit unserem Van sind da schon an die Grenzen gestossen. Zum anderen ist die Strasse in einem bedenklich schlechten Zustand.

DSCF2854 PICT1495 Obwohl die Strecke nicht unbedingt zu empfehlen ist, kann man doch interessantes berichten. Die Passstrasse folgt hauptsächlich dem Willow Creek. Der Creek selber ist bekannt für seine Goldvorkommen. Wir haben einige Goldminen sehen können. Vielerorts wird intensiv nach Gold geschürft. Besichtigen kann man solche Camps aber nicht, da sie meistens von Privatpersonen unterhalten werden, die keine Lust haben, Touristen herumzuführen. Vielerorts steht unmissverständlich"Keep out". Dafür kann man aus nächster Nähe die verschiedenen Biberburgen bestaunen. Manchmal werden aus solchen Biberburgen richtige Stauseen. Leider haben wir keinen Biber bei seiner Arbeit beobachten können.

PICT1502 DSCF2844 Die Passhöhe. Auf 1184 Meter über Meer hatte es noch Schneereste. Obwohl die Temperaturen eisig kalt waren, viel kein Schnee. Die letzten Kilometer vor der Passhöhe sind besonders hart und sehr steil. Wie gesagt, für Motorhomes nicht befahrbar. Da es die ganze Zeit geregnet hat, war auch die geschotterte Strasse extrem rutschig. Der Pass ist nur im Sommer offen und man muss noch im Juni mit Schnee rechnen. Der Verkehr ist recht spärlich.

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Blick in Richtung Palmer.
Nach dem Pass ging's dann wieder sehr steil bergab. Die Sicht war leider auf der ganzen Fahrt so schlecht, dass die wunderschöne Landschaft nie richtig zur Geltung kam.

 

PICT1503 Einige Kilometer östlich des Hatcher Pass befindet sich der Independence Mine State Historical Park, in den 30er Jahren eine der grössten Goldminen Alaskas, heute eine eindrucksvolle Ghost Town mit Visitor Center. Die Goldmine ist von der Palmerseite auch mit grösseren Motorhomes erreichbar da die Strecke auf der Ostseite erheblich besser ist. Wegen des miesen Wetters, haben wir die Goldmine nicht besichtigt. Ansonsten denke ich, wäre die kurze Fahrt in die Ghost Town sicher empfehlenswert gewesen (gebührenpflichtig).

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Nachdem der Regen zwischenzeitlich aufgehört hatte, machten wir noch eine kleine Wanderung in der Hatcher Pass Region. Am frühen Abend erreichten wir dann das 4533 Einwohner grosse Palmer. Palmer selber ist nichts spezielles. Einzig die spezielle Lage im Matanuska Vally ist vielleicht erwähnenswert. Diese Region gilt als Alaskas bedeutenste Landwirtschaftsregion.

 

Links:  
Palmer Kleinstadt in der Nähe von Anchorage
Der Parks Highway Der Highway zwischen Fairbanks und Anchorage

 

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