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9. Tag

Prince Rupert - Meziadin Junction

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Datum: 02. September 2002, Montag
Fahrstrecke: 393 Kilometer Längste Strecke
Campingplatz: Meziadin Lake Campground
Bewertung: XXXXXX


BC-Park, sehr schön, direkt am See, oft voll, eng, einsame Gegend, vorsicht Bären, Feuerstelle, kein Strom. 12 Dollar


Bericht:

Prince Rupert, Fischerort, Fährterminal, Tiefseehafen, und wichtigste Stadt der Nordwestküste. Bei strömendem Regen, hier regnet es fast immer wurde uns gesagt, habe wir Prince Rupert besichtigt. Der mittlere Jahresniederschlag liegt bei 2.500mm, das gilt übrigens auch für die Inside Passage, ist dabei doppel soviel wie in Vancouver und gleich das vierfache des in Victoria gemessenen jährlichen Niederschlages. Auch hier stellt sich die Frage, lohnt sich eine Fahrt nach Prince Rupert. Nun, ohne Absicht die Fähre zu nehmen, würde ich meinen, Nein. Der Weg ist sehr weit. Von Prince George über den Yellowhead Highway sind es fast 800 Kilometer.

DSCF1286 Prince Rupert zeigte sich ähnlich verschlafen wie Port Hardy. Ob das wohl am misslichen Wetter lag?. Jedenfalls hat es nicht den Anschein gemacht als würden hier 18000 Einwohner leben. Ein Grund könnte gewesen sein, dass heute der Tag after Labour Day war. Gestern 1. September war nämlich Labour Day und da dieser Feiertag unglücklicherweise auf einen Sonntag viel, hat man kurzerhand den Montag als arbeitsfrei eingeläutet. Ganz schön clever, diese Kanadier.

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Es gibt in Prince Rupert diverse Sehenswürdigkeiten die Interessant sind. Wegen dem schlechtem Wetter haben wir uns nicht lange auf Tour begeben wollen. Die Hafenanlage und die Cow Bay ist aber trotzdem eine Besichtigung wert.

DSCF1289 Der Pacific Mariners Memorial Park. Mit der Bronzestatue des aufs Meer hinausweisenden Seemannes hat es eine besondere Bewandtnis. Im September 1985 kehrte Kazuki Sakamoto aus Owase in Japan eines Tages nicht vom Fischfang zurück. Im März 1987 trieb sein Boot Kazu Maru Kieloben bei den Queen Charlotte Islands an und wurde von dort nach Prince Rupert verladen. Da Owase zufällig schon seit 25 Jahren eine Schwesternstadt von Prince Rupert war, hat das kanadische Seemannsdenkmal japanische Gesichtszüge und die Kazu Maru hat am anderen Ende des Parks einen Ehrenplatz bekommen.

Auf dem Memorial steht. Zitat " We are out there. We know you care and pray to god. We are out there in the care of god"

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Die Mauer erinnert mit Namen und Daten, an die Personen die das Meer nicht mehr zurückgelassen hat.

 

DSCF1302 DSCF1299 Bei zum Teil strömendem Regen setzten wir unser Fahrt auf dem Yellowhead Highway 16 fort. Es liess sich nur erahnen wie die Landschaft wohl ausgesehen hätte, wäre besseres Wetter gewesen. Tiefhängende Wolken haben uns auf den ersten 250 Kilometer begleitet. In Kitwanga verliessen wir dann den Yellowhead Highway und wechselten auf den in nördlichen Richtung zeigende Cassiar Highway 37 (Yukon, Alaska). Es wurde immer einsamer. Links und Rechts undurchdringender Urwald. Uns sind kaum mehr Autos begegnet. Die Strasse führte durch unberührte Landschaft in völliger Einsamkeit.

DSCF13111 Unser Ziel war eigentlich Stewart. Aber nach 393 Kilometer und mehr als 6 Stunden fahrt, war es Zeit, für heute Schluss zu machen. Stewart lief uns ja nicht davon. Am Meziadin Lake, etwa 75 Km vor Stewart, fanden wir dann die beste Möglichkeit um zu übernachten. Der Campground hier ist wirklich sehr schön angelegt. Wir wollten den späteren Nachmittag eigentlich noch dazu nutzen um ein wenig unsere Füsse zu bewegen fanden jedoch zu unserem erstaunen keine Trails. Am Abend als die Rangerin dann zum einkassieren der Campinggebühr vorbeikam, fragte wir natürlich deswegen. Die Antwort kam prompt. Wir befinden uns in einem sehr frequentierentem Bärengebiet und es ist nicht ratsam den Campingplatz zu verlassen.

DSCF1314 DSCF1313 Wenn es möglich wäre sollte man während der Nacht nicht unbedingt die öffentlichen WCs benützen. Letzte Nacht streifte ein Schwarzbär durch den Campingplatz, erzählte uns die Rangerin weiter. Kein Wunder wird hier einiges getan damit die Bären keine Möglichkeit haben Schäden anzurichten. Für Reisende die mit dem Zelt unterwegs sind, gibt es dementsprechende Boxen wo sie Ihre Esswaren verstauen können (Bild Links). Der Abfall muss in solchen Häuschen (Bild rechts) entsorgt werden.

Das Essen viel auch beinahe ins Wasser. Nach diesem feuchten Tag war das mitgenommene Holz natürlich auch nicht verschont geblieben. Jedenfalls raucht es mehr als das es brannte. Ich setzte kurzerhand den Campingplatz unter eine Rauchwolke. Man möge mir verzeihen.

 

Links:  
Prince Rupert Touristische Seite über Prince Rupert
Cassier Highway Der Einsame Highway Richtung Alaska

 

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