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4. Tag

Edmonton - High Prairie

04tag
Datum:
18. Juni 2005, Samstag
Fahrstrecke: 453 Kilometer
Campingplatz: Winagami Prov. Park
Bewertung:XXXXXX


Schön angelegt am See. Englischer Rasen, Spielplätze und Planschbecken für Kinder. Trails for Birdwatching. Beachvolleyballfeld, Boatlaunch. Fischen gut. Keine Duschen. Gut belegt, viele Familien. Ab 17C$


Bericht:

Edmonton: Albertas Sprungbrett in den Norden. Den Einwohnerzahlen nach mag Edmonton zwar nicht mit Calgary mithalten, Edmonton zählt ca. 700'000, dafür ist sie Hauptstadt des Bundesstaates Alberta. Auch Edmonton hat einiges zu bieten, jedoch sollte besseres Wetter herrschen als wir es hatten. Als wir uns an diesem Samstagmorgen um ca. 9.00 Uhr wieder auf die Strassen wagten, regnete es in Strömen. Edmonton liegt inmitten einer flachen, streckenweise leicht hügligen Prärielandschaft. Bis zur Grenze der Northwest Territories sind es ca. 1000 Kilometer. Die Stadt entstand um die Jahrhunderwende (1900) in den Goldrauschzeiten. Heute ist nicht mehr das gelbe, sondern das schwarze Gold Nummer eins in Albertas Hauptstadt. Momentan sprudeln rund um die Stadt ca. 2400 Oelquellen. Auch in Sichtweite unseres Campingplatzes lag so eine Quelle.

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Der Regen machte uns einen gehörigen Strich durch die geplante Sightseeing Tour. Es blieb schliesslich bei einer "Downtowndurchfahrt". Unter den Grossstädten von Kanada soll Edmonton die meisten Grünflächen pro Einwohner haben. Leider habe wir das bei unserer Druchfahrt nicht beurteilen können.

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Die Hauptattraktion im Sommer, sind die Klondike Days. Immer Mitte Juli, jeweils Donnerstags nach der Calgary Stampede, findet hier ein 10 tägiges Fest statt, zur Errinnerung an die wilden Zeiten des Goldrausches. Bei einem kurzen Stop mitten in der Innenstadt konnten wir gut das Muttart Conservatrory erkennen. Die vier Glaspyramiden stehen für die Klimazonen der Erde. In ihnen wachsen Planzen aus gemässigten, trockenen, und tropischen Regionen.

IMG_0913 Gegen 11 Uhr nahmen wir dann Abschied von Edmonton. Bevor wir uns aber auf den Weg machten, mussten wir noch unsere Vorräte im Superstore auffrischen, denn wir werden in den nächsten Tagen keine grössere Stadt mehr zu Gesicht bekommen. Wir entschlossen uns den Highway Nr. 2 zu nehmen. Diese historische Route führt zuerst nordwärts und später dann in Athabasca in westlicher Richtung zum Lesser Slave Lake. Die andere Alternative um von Edmonton in den hohen Norden zu kommen, ist der Highway Nr. 43. Dieser Highway ist die kürzste Variante um nach Dawson Creek zu gelangen, um dann von dort auf den Alaska Highway zu wechseln. Diese knapp 600 Kilometer sind gut in einem Tag zu schaffen. Wir hingegen wollen ja nicht auf den Alaska Highway, unser Ziel ist der Mackenzie Highway, der in Grimshaw beginnt. Die ersten Kilometer hinauf nach Athabasca waren eher langweilig. Das Gebiet ist sehr flach und einsam. Einziger Trost: es hatte aufgehört zu regnen.

IMG_0921 In der Nähe des Lesser Slave Lake durchquerten wir ein riesiges Waldbrand Gebiet. Auf über 12 Kilometer Länge begeiteten uns kahle Bäume am Strassenrand. Im Jahr 2001 herrschte hier ein sehr grosser Waldbrand, der ohne Zutun von Feuerwehrleuten wieder aufgehört hat. Es ist hier in der Wildnis nichts aussergewöhnliches, einen Waldbrand einfach seinem Schicksal zu überlassen. Feuer bedeutet auch wieder Leben und solange es sich nicht um einen Nationalpark handelt und auch keine Menschen und Gebäuden in Gefahr sind, lässt man das Feuer einfach gewähren. Kurz vor dem Slave Lake erreichte wir dann den gleichnamigen Ort. Die Ortschaft ist mit knapp 6500 Einwohner die grösste Stadt in der Umgebung. Nichts besonderes und kaum einen Stop wert.

IMG_0923 Der Highway zog dann am Lesser Slave Lake vorbei ohne das man den See von der Strasse aus so richtig sehen konnte. Einen Zugang zum See gibt es nur in wenigen unattraktiven Ortschaften und in den Provinzparks Lesser Slave Lake im Osten und Hilliards Bay im Nordwesten. Beide besitzen lange Strände und Campingplätze. Wir wollten aber an diesem mittlerweilen schönen Nachmittag noch weiterfahren. Die wenigen Orte, die wir jetzt auf unserem Weg am Slave Lake passierten sind kaum der Rede wert und bieten nicht viel. In High Prairie, mit 2900 Einwohner wieder einmal eine grössere Stadt, verliessen wir dann den Highway Nr. 2 nordwärts, um zum Winagami Provinz Park zu kommen. Dieser wird in der Milepost speziell erwähnt und das wollten wir uns doch anschauen.

PICT4794p PICT4795 Die Milepost hatte nicht unrecht, der Provinz Park ist wirklich eine sehr schöne Anlage hier oben in Albertas Wildnis. Zu unserem Erstaunen war der gleichnamige Campground sehr gut besetzt, was auch auf den Wochentag zurückzuschliessen war. Fast alle der 63 Stellplätze waren belegt. Hier lässt es sich entspannen und das wissen die vielen Familien zu schätzen.

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Mein erstes "Lagerfeuer". Mann, dieses Jahr musste ich aber lange warten bis es endlich soweit war. Mit 453 Kilometer fuhren wir heute die längste Etappe unserer Kanada 2005 Tour.

 

 

Links:  
Edmonton Hauptstadt von Alberta
Edmonton Tourismus Alle was ein Tourist braucht
Slave Lake Der Hauptort am Lesser Slave Lake

 

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