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2. Tag

Calgary

02tag

Datum: 16. Juni 2005, Donnerstag
Fahrstrecke: 75 Kilometer
Campingplatz: Symon`s Valley
Bewertung:XXXXXX

RV-Park, Ruhig gelegen, karger Platz ohne Bäume, nicht zu gross. Sanitäre Anlagen in Ordnung. Restaurant in der Nähe. Es gibt schönere Orte. ab 16C$, Preis/Leistung OK.


Bericht:

Rolf Weber, von Wildwestcampers, holte uns bereits um 9.00 Uhr am Hotel ab, obwohl wir laut Reisedokument eigentlich erst gegen 10.00 Uhr mit ihm einen Termin hatten. Uns hat das aber nichts ausgemacht, im Gegenteil, wir waren sogar froh konnte es früher losgehen. Wegen dem Jetlag waren wir nämlich bereits um 6.00 Uhr auf den Beinen. Die Übergabe ging zügig über die Bühne, Rolf musste uns nicht mehr viel erklären, da wir den Van-Camper von unserer 2003er Reise bestens kannten. Der Camper war wiederum top ausgestattet. Das ist wirklich erwähnenswert und nicht selbstverständlich. Einziger Wermutstropfen war der fehlende Wohnraum-Spiegel. Aber Rolf wird auch das noch in Ordnung bringen, da bin ich überzeugt. Der Camper hatte Jahrgang 2003 und ca. 37000 Kilometer auf dem Buckel. Gegen 11 Uhr waren wir schon unterwegs zum Supermarkt, um unsere Lebensmittel für die kommenden Tagen aufzufüllen. Wir hatten uns für den Safeway entschieden und mussten nachher einsehen, dass der Superstore besser gewesen wäre. Das Safeway-Angebot war nicht gerade berauschend, was sich auch im weiteren Verlauf der Reise bestätigen sollte. Superstore ist da um einiges besser.

IMG 0844 IMG 0854 Bereits um 12 Uhr hiess es " Auf nach Calgary ".
Calgary, das Manhatten der Prärie, ist flächenmässig die zweitgrösste Stadt Kanadas. Eine Million Menschen leben hier auf 1050 Meter über Meer. Calgary einfach links liegen zu lassen, wie wir dies im Jahr 2001 getan haben, wäre sicher die falsche Entscheidung. Sicher, Calgary ist nicht Vancouver, aber trotzdem, die Olympiastadt von 1988 hat einiges zu bieten und für einen Bummel durch Downtown sollte man ruhig 2-3 Stunden einplanen. Am besten nimmt man den Memorial Drive um nach Downtown zu gelangen (vom Flughafen aus gesehen). Die Orientierung ist recht einfach, da das Strassensystem im wesentlichen schachbrettartig angelegt ist. Direkt in Downtown einen Parkplatz zu finden kann schwierig sein und wer mit einem Motorhome oder Van-Camper unterwegs ist, sollte hier in südliche Richtung fahren, da ab 10th Ave. die Chancen immer grösser werden ein geeigneten Platz zu finden. Wir haben ohne Probleme in der 12th Ave. einen gebührenpflichtigen Parkplatz gefunden, wo wir unseren Van parken konnten. Für 3 Stunden haben wir 6 C$ bezahlt. Downtown Calgary ist von hier in ca. 10 Minuten zu Fuss erreichbar.

PICT4712 PICT4715 Für einen Touristen, der Calgary das erste Mal besucht, ist es fast eine Pflicht auf den Calgary Tower hinauf zu gehen. Der 1968 fertiggestellte Turm ist jetzt leider mit seinen 191 Meter nicht mehr das höchste Gebäude der Stadt, aber die Aussicht ist dennoch faszinierend. Vorallem bei schönem klarem Wetter, denn dann sind in der Ferne gut die Rockys zu sehen. Kostenpunkt 10 C$. Das rechte Bild zeigt den südlichen Teil der Stadt, dort wo es genug Parkplätze hat.

PICT4729 PICT4718 PICT4717 Wenn einem nicht gerade der Petro-Canada Tower, mit seinen 210 Meter Höhe das höchste Gebäude in Calgary (Bild ganz Links), die Sicht versperrt, geniesst man einen schönen Blick über die Stadt und mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Auf dem oberen Bild ist gut der Stampede Park zu erkennen mit dem berühmten Saddledome. Dieses einmalige Stadion mit dem Dach in Form eines Pferdesattels wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1988 erstellt. Das 18000 Zuschauer fassende Stadion ist heute die Heimat der Calgary Flames, Calgarys Eishockey-Mannschaft.

Die Stampede. Immer am Freitag des zweiten Wochenendes im Juli beginnt in Calgary die berühmt und berüchtigte Stampede, das Rodeospektakel, das ganz Kanada verrückt macht und Calgary während 10 Tagen auf den "Kopf" stellt. Eine Mischung aus Wildwestspektakel Viehmarkt und Volksfest. Wer sich zu dieser Zeit in Calgary befindet, sollte sich das eine oder andere Rodeo sicher mal anschauen. Wir waren leider ein paar Wochen zu früh dran und konnten nur die beginnenden Aufbauarbeiten beobachten.

PICT4732 IMG_0845 IMG_0847 Downtown Calgary ist überschaubar und lässt sich problemlos zu Fuss erkunden. Die autofreie Zone befindet sich an der 8. Ave, von wo man auch einen guten Blick auf den Calgary Tower hat. Von Interesse ist hier vor allem der Elevated Walkway. Ein Fussgängerweg, der in einer Höhe von 4.5 Meter durch die ganze Stadt führt. Auf einer Länge von 16 Kilometer durchquert der Walkway über 100 Gebäuden und hat mehr als 58 Brücken und das alles klimatisiert, verglast und vor Regen und Kälte geschützt. Zu einem Bummel durch die Fussgängerzone gehört unbedingt auch der Besuch der Devonian Gardens im 3. und 4. Stock des Einkaufs- und Bürokomplexes Dominion Square.

Gegen 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Olympiapark von 1988. Der Park selber liegt ausserhalb der Stadt am Trans-Kanada Highway Richtung Banff und ist ca. 20 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Im Winter das zuhause der "Anfänger-Skifahrer", die Pisten sind kaum länger als 200 Meter, im Sommer bevölkern die Downhill-Biker den Park.

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Anstatt auf eigene Faust ziellos durch das Gelände zu tigern, entschieden wir uns für eine geführte Tour. Und wir hatten Glück, denn wir sollten den Führer, einen jungen Sportstudenten, ganz für uns allein haben. Mit ihm hatten wir Zugang z.B. in die Halle mit den Eiskanälen, in der Bobfahrer auch im Hochsommer trainieren können. Er führte uns aber auch auf die Skisprungschanze: dort ganz oben zu stehen, wo sonst die Ski-Asse losbrettern war schon schwindelerregend. Stolz berichtete der junge Mann, dass Calgary die einzige Stadt sei, die auch nach den Olympischen Spielen noch Profit aus den Anlagen erwirtschaftet. Tja, geschäftstüchtiges Völkchen eben diese Kanadier. Die geführte Tour kostet 15 C$, ohne Führer ist der Park für 10 C$ zu besichtigen.

IMG_0878p Langsam wurde es Zeit auf die Suche nach einem Nachtplatz zu gehen. Wir verliessen Calgary in Richtung Norden, da es morgen nach Edmonton weitergehen sollte. Einige Kilometer hinter der Stadtgrenze fanden wir abseits der lauten Hauptstrassen den privaten Campingplatz Symon's Valley. Nichts grossartige, wir sollten noch viel schönere Schlafplätze auf unserer Tour bekommen, aber glücklich und zufrieden mit unserem ersten richtigen Urlaubstag fielen uns schon bald die Augen zu.

 

Links:  
Calgary City of Calgary
Tourismus Calgary Alles was ein Tourist in Calgary braucht
Der Olympiapark Hier fanden 1988 die Winterspiele statt.
Die Stampede Calgarys Rodeospektakel

 

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