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19. Tag

Duffy Lake - Pemberton

karte-19tag

Datum: 12. September 2002,Donnerstag
Fahrstrecke: 54 Kilometer
Campingplatz: Nairn Falls Campground
Bewertung: XXXXXX


BC-Park, schöne Lage mitten im Wald, grosse Plätze, Feuerstelle, kein Strom, oft voll, beliebter Platz, nahe Wasserfall. 12 Dollar


Bericht:

Heute war wieder nur eine kurzetappe vorgesehen. Unser Ziel sollte nämlich Pemberton sein. Vorher wollten wir aber noch unsere Füsse bewegen im naheliegeden Joffre Lakes Provinz Park. Die Gegend hier um die Duffy Lake Road ist zu schön um sie einfach nur zu durchfahren. Abseits der Road gibt es ab zu zu Möglichkeiten etwas zu unternehmen.

DSCF1862 DSCF1861 Unser Übernachtungsplatz. Wunderschön gelegen umringt von riesigen Bergen mit schon schneebedeckten Gipfeln. Eine imposante Landschaft die hier am frühen Morgen erwacht. Und das alles zum Nulltarif. Da wir uns hier über 1000 Meter befanden, war es in der Nacht und auch am frühen Morgen noch eisig kalt. Erst als die Sonne über die Berggipfeln kam, wurde es langsam warmer.

DSCF1899 DSCF1902 Der Joffre Lakes Provinz Park mit seinen türkisblauen Seen und den Gletschern. Ca. 40 Kilometer vor Pemberton gelegen. Vom Parkplatz aus sind in diversen Wanderungen 3 Seen zu erreichen. Der Lower Joffre Lake ist nur wenige Minuten vom Parkplatz entfernt. Der Middle Joffre Lake ist dann schon weiter weg ca. 4.5 Kilometer und der Upper Joffre Lake ist der letzte der 3 Seen ca. 6 Km vom Parkplatz entfernt.

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Der Lower Joffre Lake ca 500m vom Parkplatz entfernt ist bequem zu erreichen auch für solche die nicht gut zu fuss sind. Wer wenig Zeit hat, kann hier einen kleinen Einblick haben in die Wunderschön gelegene Landschaft.

 

DSCF1871 DSCF1892 DSCF1887 Wer sich aber wie wir, für den Middle Joffre Lake entscheidet, sollte gut zu fuss sein und vorallem gutes Schuhwerk dabei haben. Zuerst fing es ganz harmlos und bequem wie ein Weg im Park an. Dann folgten die ersten Holzbrücken und der Kieselweg wich Wurzelwerk und groben Steinen. Dann begann die Steigung, aber was für eine! Inzwischen war der Weg nass und sehr glitschig geworden, denn durch den dichten Wald drang kaum noch Sonne bis auf den Waldboden. Wir stiegen schnell und mussten schliesslich über riesige Felsbrocken klettern. Der Schweiss drang nur so aus unserem Körper und das T-Shirt war schnell einmal Klitschnass. Und es wollte und wollte nicht enden. Wir brauchten für die 4.5 Kilometer 1 Stunden und 40 Minuten und wir waren weiss Gott nicht langsam unterwegs. Frühsport am Morgen, kann ich da nur sagen.

DSCF1878 DSCF1874 Nun, der Aufstieg hatte sich jedenfalls gelohnt, wenn man dann oben ist. Der Türkisblaue Middle Joffre Lake lag umgeben von teils bewaldeten teils schneebedeckten Bergen inmitten einer unberührten Natur. Nur der Wasserfall am Ende des Sees durchbrach die Stille. Wir befanden uns hier auf 1450 Meter über Meer also ca 500 Meter höher als der Lower Joffre Lake.
(Der Middle Joffre Lake im Panoramabild zuoberst auf der Seite)
Für den Abstieg muss man nochmals ca. 1 Stunde 30 Minuten einrechnen. Vorallem der glitschige Waldboden machte einen ganz schön zu schaffen. Jedenfalls waren wir froh als wir wieder bei unserem Wohnmobil eintrafen. Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, na ja.

Kurz vor Pemberton kommt dann das Teilstück der Duffy Lake Road wo so gefährlich sein soll. Mit über 15% Gefälle geht es den Berg hinunter. Ich habe ja schon viele Alpenpässe in der Schweiz überquert, aber so was gibts in der Schweiz nicht. 15% Gefälle auf einer normalen Strasse und das über mehrere Kilometer. Da heisst es nur, runterschalten soweit es geht. Aber auch im kleinsten Gang und mit 20 bis 30 Km/h merkt man schnell mal das 4 Tonnen Gewicht gebremst werden müssen. Wer hier zu viel auf den Bremsen steht, wird es schnell mal riechen können. Und wer nur auf den Bremsen steht, wird schnell einmal die Bremskraft verlieren. Kein schönes Gefühl. Jedenfalls sind wir ohne Probleme unten angekommen obwohl es halt eine Zeitlang gedauert hat.

Kurz darauf folgt Pemberton, das durch seine Lage in einem fruchtbaren, völlig isolierten Tal berühmt geworden ist, und zwar für die Produktion von Saatkartoffeln. Keine Schädlinge oder Kartoffelkrankheiten können die gletscherbedeckten Bergketten ringsrum überwinden.

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Der Narin Falls Campground. Bei warmen Temperaturen endlich wieder einmal bis in die Abendstunden draussen am Feuer sitzen und ein gutes Stück Fleisch grillieren. Das hat in den letzten Tagen, vorallem mir, ein wenig gefehlt.




Links:  
Pemberton Eine Webseite über den Ort Pemberton

 

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