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16. Tag

Fort St.John - Kakwa River (Bighorn HWY)

16tag
Datum:
30. Juni 2005, Donnerstag
Fahrstrecke: 318 Kilometer
Campingplatz: Kakwa River Rec. Area
Bewertung:XXXXXX


Nur 12 enge Plätze mit Outhouse direkt am Fluss im Wald. Einfach aber OK, wenn nur wenig Plätze belegt sind. 14 C$


Bericht:

1773 entstand in Fort St. John ein Pelzhandelsposten und damit eine der ersten von Weissen gegründeten Siedlungen auf dem Gebiet des späteren British Columbia. Der Bau des Alaska Highway sorgte bereits für wichtige Impulse, aber erst die Entdeckung von Gas- und Erdölvorkommen machte in den 80er-Jahren aus der einstigen Siedlung eine Kleinstadt mit über 17000 Einwohner. Interessantes gibt es in Fort St. John nichts zu sehen und meistens lässt der Reisende die Stadt links liegen. Auch wir machten das.

PICT5303 IMG_1264 Die Reise führte uns weiter auf dem Alaska Highway Richtung Süden. Die Gegend hier ist nicht mehr so einsam. Rund um Fort St. John leben ca. 55000 Menschen und das spürt man auch auf dem Highway, der jetzt mehrheitlich durch Farmland führt. 55.4 Kilometer vor Dawson Creek überquert der Alaska Highway die noch recht neue Peace River Bridge. Lange Zeit gab es hier keine Brücke und die Fahrzeuge mussten per Fähre übersetzen. Da der Peace River häufig Hochwasser führte war das damals ein langwieriges Unterfangen.

PICT5312 PICT5320 PICT5326 Nach gut 1 1/2 erreichten wir Dawson Creek, die Meile 0 des Alaska Highways. Dawson Creek ist der Ausgangspunkt des Alaska Highways und hat vom Bau der Strasse besonders profitiert. 1942 lebten gerade mal 500 Menschen hier, heute sind es 12800.

 

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Die Hauptattraktion ist der Historical Marker, an der Ecke 102nd Ave / 10th St, der die Meile 0 des Alaska Highway markiert. Das Visitor Center mit Museum ist auch noch nett anzuschauen. Einmal durch die Stadt zu laufen schadet sicher auch nicht. Einzelne Gebäude sind sehr schön hergerichtet und lassen ein bisschen "gute alte Zeit Stimmung" aufkommen. Ansonsten zeigt sich Dawson Ceek so, wie eigentlich alle anderen Kleinstädte dieser Region. Für uns ist der Alaska Highway zuende. Auf den 2237 Kilometer bis Delta Junction in Alaska sind wir nur die Strecke Fort Nelson - Watson Lake noch nicht gefahren. Ansonsten haben wir bei verschiedenen Reisen alles gesehen auf der mächtigsten Strasse hinauf in die Eisbox von Nordamerika.

Auf der West Access Route, die Dawson Creek mit Edmonton verbindet, fuhren wir dann weiter Richtung Grand Prairie. Kurz hinter Dawson Creek bei Kilometer 38.1 überquerten wir wieder die Grenze nach Alberta. Die Grenze bedeutet gleichzeitig Zeitumstellung. Hier gewinnt man die Stunde zurück, die man oben am Liard Trail verloren hat. Die weiteren Kilometer waren erreignisslos. Viel Farmland links und rechts. Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir die dritt grösste Stadt unserer Reise: Grande Prairie (38000 Einwohner). Wenn man von den einsamen Highways plötzlich in eine so grosse Stadt mit riesigen Kreuzungen und vielen Ampeln kommt, und sich zwischen 6 Spuren entscheiden muss, ist das jedesmal ein kleiner Schock. Aber dank unserem Stadtplan haben wir auch das gemeistert. Hier verliessen wir die West Access Route und wechselten auf den Bighorn Highway, der uns nach Jasper führen sollte.

IMG_1268 Der eigentliche Campground am Musreau Lake bei Km 77.1, den wir uns ausgesucht hatten, war leider wegen des bevorstehenden Canada Days schon besetzt. So fuhren wir noch eine Zeitlang weiter auf dem wieder einsamen Bighorn Highway Richtung Süden. Auf dem kleinen Kakwa River Park bei Km 98.4, am schönen Waldrand, war dann aber Schluss für heute. Das Wetter war den ganzen Tag schön, erst jetzt gegen abend zogen dunkle Gewitterwolken von Süden her auf. Ab und zu sahen wir Blitz und hörten Donner, aber der Regen blieb aus. Der relativ enge Platz füllte sich gegen Abend noch ein wenig. Mehr zum Bighorn Highway dann morgen.

 

Links:  
Dawson Creek Meile 0 des Alaska Hightways
Grande Prairie Grosse Stadt an der West Access Route

 

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