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11. Tag

Steward / Hyder - Kitwanga

karte-11tag

Datum: 04. September 2002, Mittwoch
Fahrstrecke: 237 Kilometer
Campingplatz: Cassiar RV Park Campground
Bewertung: XXXXXX


Einfacher Platz, eng, Duschen, Waschmaschinen, saubere Anlage, je nach Platz kein Feuer möglich, Strom, Wasser, Abwasser. 20 Dollar


Bericht:

Nach einer eisigkalten Nacht in Stewart, etwa 2 Grad, begrüsste uns der Tag mit schönstem Sonnenschein. Heute wollten wir nochmals zum Fishcreek.

DSCF1471 DSCF1467 DSCF1468 Wiederum fuhren wir nach Hyder und nahmen die 8 Kilometer lange Schotterpiste zum Fishcreek unter die Räder. Als wir um 10 Uhr am Parkplatz ankamen hatte es schon etliche Touristen. Sie berichteten uns dass heute noch nicht viel los gewesen sei. Die Rangers führen ein sogenanntes Logbuch. Hier steht geschrieben, wann ein Bär gesichtet worden ist und was es für einer war. Die Rangers kennen hier die meisten Bären, da fast alle am Ohr markiert sind. So können sie immer wieder zurückverfolgen wie oft sie den Fishcreek besuchen. Heute zum Beispiel, war einer um 6.34 Uhr da. Auch wird Buch geführt, wieviele Touristen sich pro Stunde auf der Plattform aufhalten.

DSCF1464 DSCF1466 DSCF1465 Die Sonne kam auch langsam zu vorschein. Es war aber immer noch bitterkalt. Viele berühmte Tierfotografen waren auch schon hier. Der Fishcreek bietet ausgezeichnete Tiermotive. Wir haben uns noch bis ca. 12.15 Uhr am Fishcreek aufgehalten aber dabei keinen Bär mehr sehen können. Da wir gestern mehr oder weniger auf unsere Kosten in Sachen Bären gekommen sind, und die Chance schlecht standen nochmals einen Bär zu sehen, haben wir beschlossen heute Stewart wieder zu verlassen. Auch das relative kühle Wetter hat uns dazu bewogen wieder zurückzufahren. Mittagstemperatur ca. 6 Grad.

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Nochmals ein Augenschein von "Downtown" Hyder



DSCF1478 Der Kanadische Zoll. Im Gegensatz zur USA wird die Grenze zu Kanada kontrolliert. Hier trafen wir, wie bereits gestern Abend schon, auf äusserst arrogante Grenzbeamten. Die Strasse war mit sogenannten Markierungspfosten gesperrt. Hier mussten wir uns diverse Befragungen gefallen lassen. Wo kommt Ihr her, wo wollt Ihr hin, habt Ihr Waren dabei usw. Ich fand das alles ein bisschen lachhaft. Von wo, bitte schön, sollten wir den herkommen. Ich weiss, diese Grenzbeamten machten ja nur ihren Job. Dennoch waren die Fragen ausserst fragwürdig und dazu in einem Ton, als hätten wir hier was Verbrochen. Geschlagene 5 Minunten hat diese Prozedur gedauert. Das unsere Pässe auf das penibelste Untersucht worden sind, möchte ich hier nur am rande erwähnen. Ich habe mich jedenfalls noch am nächsten Tag aufgeregt über dieses Verhalten.

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Gleich nach dem Kanadischen Zoll, fährt man eine kurze Zeit am mit Baumstämmen bestückten Fjord entlang.

 

DSCF1495 DSCF1494 Wiederum mussten wir den gleichen Weg zurückfahren. Diesesmal hatten wir besseres Wetterglück und wir könnten endlich einmal die schöne einsame Gebirgslandschaft richtig geniessen. Wiederum hatte es sehr wenig Verkehr was wahrscheinlich auch mit der späten Jahreszeit zu tun gehabt hat. Ab und zu kreuzten schwerbeladene Holztransportern unseren Weg.

DSCF1497 DSCF1506 Eigentlich wollte wir wieder am schönen Meziadin Campground übernachten. Das schöne Wetter und der relativ frühe Nachmittag hat uns dazu bewogen, doch bis nach Kitwanga am Yellohead Highway 16 zu fahren.

 

DSCF1507 DSCF1510 Kurz vor Kitwanga lohnt sich ein Abstecher nach Kitwancool (Kitwancool Loop Road). In diesem, vorwiegend von Indianer bewohnten Dorf, steht eine Gruppe schöner Totem Poles, darunter der mit 140 Jahren ältester Totempfahl der Provinz. Das Interessante an den Totempfahls ist die Geschichte und die Funktion der Figuren. Nicht etwa die oberste "Figur" ist die wichtigste, sondern die unterste. Aus einem ganz einfachen Grund. Die unterste trägt alle die, die über ihr sind.

 

Links:  
Cassier Highway Der Highway Richtung Norden (Yukon)

 

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